…Ich sehe stets das ruhige Hotel, dessen einsame Lage den intimsten Notwendigkeiten des Geistes, der nach Frieden und Erholung trachtet, genüge leistet. 
Glücklich ist derjenige, der auch nur für kurze Zeit im unmittelbaren Angesichte des Hochgebirges weilen darf, wo die letzten Floren sterben und die Majestät des Gletschers beginnt.[Giovanni Bertacchi 1912]

1800
"Das Hotel" am Forni Gletscher
Familie Buzzi

Schon ab Mitte des 19. Jahrhunderts konnte man im “Wirtshause am Forni-Gletscher” übernachten, wie aus einigen Stichen in deutscher Sprache ersichtlich wird; später, im Jahre 1896, gelang es der Familie Bozzi dank eines Ausbaus ein Höhenhotel mit allerlei Komfort zu errichten.
“Das Hotel” am Forni-Gletscher bot seinen Gästen schon damals neben den Wanderungen und dem Alpinismus auch einen Boccia- und Tennisplatz sowie eine Reihe von Serviceangeboten wie Friseur, Gottes- und Sanitätsdienst, Post und Telegraf.

indrucksvolle Plakate, antike Werbebroschüren, alte Postkarten und ein Gipsrelief der Ortler-Cevedale-Gruppe aus dem frühen 20. Jahrhundert bezeugen diese Augenblicke. Es sind Zeugnisse, die in den damaligen Jahren regelrechte Botschafter der Schönheiten der Natur waren, von denen die Hütte umgeben war (diese Exponate sind heute in der Hütte einsehbar).

1900
Spaziergänge und Ausflüge in Orte von prächtiger Schönheit

Mit der Entdeckung der Alpen bot es zahlreichen Alpinisten aus ganz Europa sowie Gletscherforschern Gastfreundschaft –
darunter dem Organisator der Bezwingung des K2 Ardito Desio.

23 mag 1915
3 nov 1918
Der weiße Krieg

Während des Ersten Weltkrieges wurde die Hütte in eine Kaserne umgewandelt und von den Gebirgstruppen benutzt, die in den Bergen um die Ortler-Cevedale-Gruppe kämpften.
Anschließend wurde es als Berghütte umgebaut und instand gesetzt, um zu einem wichtigen Ziel- und Ausgangspunkt zu werden: für naturwissenschaftliche und historisch-ethnografische Wanderungen, auch wegen seiner Nähe zu Schützengräben, Laufgräben und Pfaden des Weißen Krieges.

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